|
Königreich Polen einzuverleiben gedachten, nahm ihr Heer Warschau und Krakau mühelos ein und scheiterte dann auf dem Jasna Góra (dem Hellen Berg) am Paulinerkloster von Tschenstochau. Die Legende will, dass rund um das Kloster mit dem Bild der Schwarzen Madonna eine Prozession stattgefunden habe und diese mit dem Ausruf: "Maria Hilfe!" zu selbiger bewegt habe. Höchstpersönlich erschien daraufhin nämlich die Muttergottes und befahl den schwedischen Geschossen, statt die katholischen Verteidiger die protestantischen Angreifer zu treffen. Die Kunde von dem so wundersam geretteten Kloster weckte die müden Widerstandsgeister quer durch das ganze Land und die Schweden wurden aus Polen vertrieben. Aus Dankbarkeit für diese Hilfe ernannte König Kazimierz die Jungfrau Maria am 26. August 1656 zur Königin Polens. Heute gilt die Schwarze Madonna als Nationalheilige Polens und jährlich wallfahren vier bis fünf Millionen Menschen zu ihr. Aber nicht nur für gläubige Polen ist der Helle Berg von herausragender Bedeutung. Nach Lourdes in Frankreich und Fatima in Portugal gehört Tschenstochau, etwa 130 km von Krakau entfernt, zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten in Europa.
|